Pauschales Konto vs. Einkommensabhängiges KBG: Welches Modell lohnt sich?
In Österreich haben Eltern die Wahl zwischen zwei grundlegend verschiedenen Kinderbetreuungsgeld-Varianten. Die Entscheidung bindet beide Elternteile fur das jeweilige Kind.
Pauschales KBG-Konto
Ein fixer Topf von € 14.355,45 (bei 1 Elternteil) bzw. € 17.944,31 (bei Aufteilung). Die tägliche Auszahlungshohe richtet sich flexibel nach der gewunschten Bezugsdauer: Je kurzer gewählt wird (ab 365 Tagen), desto hoher ist der tägliche Betrag (bis zu € 76,60 / Tag).
Einkommensabhängiges KBG
Ersetzt 80% des vorherigen Nettoeinkommens bis zu einem Hochstsatz von € 85,10 pro Tag (ca. € 2.553 / Monat). Es richtet sich an Eltern, die vor der Geburt mindestens 6 Monate durchgehend erwerbstätig waren. Bezugsdauer: max. 12 bzw. 14 Monate.
Der Partnerschaftsbonus
Teilen sich die Eltern die Betreuung zu annähernd gleichen Teilen auf (mindestens 50:50 bis 40:60, wobei jeder Partner mindestens 124 Tage bezieht), erhält jeder Elternteil eine zusätzliche staatliche Prämie von € 500 (insgesamt € 1.000)!
📊 Österreichische Gehalts- & Steuer-Aufschlusselungsmatrix
| Statutory Component / Legal Deduction Item | Calculated Amount (EUR) |
|---|---|
| Primary Net / Statutory Payable Amount | 0,00 € |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welches Modell ist fur mich finanziell besser?
Wer vor der Geburt gut verdient hat (Nettoeinkommen ab ca. € 1.500 monatlich) und nach etwa einem Jahr wieder arbeiten mochte, profitiert fast immer vom einkommensabhängigen KBG. Bei geringerem Voreinkommen oder gewunschter längerer Betreuungsauszeit (bis zu 28 bzw. 35 Monate) ist das pauschale Konto attraktiver.
Gilt die Zuverdienstgrenze fur beide Partner?
Nein! Die Zuverdienstgrenze gilt immer nur fur jenen Elternteil, der im jeweiligen Zeitraum das Kinderbetreuungsgeld aktiv bezieht. Der andere Elternteil kann unbegrenzt weiter voll erwerbstätig sein.